ERIK VAN SCHOORs Welt besteht aus Bildern. 

Filme und deren Bildsprache sind ihm schon ans Herz gewachsen, als er noch ein Kind war. Vor allem aber inspirieren ihn die abenteuerlichen, mysteriösen und skurrilen Geschichten auf der großen und kleinen Leinwand. Geschichten in Bildern zu erzählen ist seine Leidenschaft und diese kann er nicht nur in eigenen Projekten umsetzen, sondern auch jeden Tag an seinem Arbeitsplatz seiner zeichnerischen Kreativität freien Lauf lassen.

 

Zu der Gesellschaft für Digitalen Ungehorsam ist ERIK letztes Jahr gestoßen. Dies ist ein kleines Medienunternehmen, das Erklär- und Werbefilme für kommerzielle und private oder firmeninterne Zwecke produziert. Seine Bewerbung war eine kleine Notiz am Schwarzen Brett der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam: „Ich zeichne euch alles. Meldet Euch!“ Kurz darauf wird ERIK von Sebastian Friedrich, dem Leiter des Digitalen Ungehorsams kontaktiert. Aus fünf Erklärvideos werden zehn, aus zehn 14 und diese führten ganz natürlich zu weiteren Projekten.

ERIKS Portfolio erstreckt sich von Storyboard zu Concept Art, Illustration von Büchern zu Charakterdesign.


Bilder sind seine Welt. Bei Besprechungen werden seine Protokolle häufig Zeichnungen und am liebsten setzt er einfach den Stift zu Papier und lässt die Striche zu ungeplanten Formen wachsen. Ihn fasziniert die Art wie viel ein Strich bedeuten kann, zu was viele Striche werden können. Wie aus etwas Einfachem etwas Komplexeres entsteht. Am besten geht das Zeichnen für ihn zu Musik, da man so „vom Herzen zeichnen kann“. Den ersten Entwurf skizziert ERIK am liebsten auf Papier. Für ihn fühlt es sich einfach frischer und dynamischer an, wenn eine Idee direkt auf das Papier fließt.

 

 

Doch beim Storyboardzeichnen greift ERIK doch gleich auf digitale Unterstützung zurück. „Bei diesem Job ist Schnelligkeit wichtig. Die digitalen Bilder kann ich leicht modifizieren, wenn zum Beispiel sich nur der Gesichtsausdruck ändert. Oder bei Massenszenen ist es einfach eine Figur zu kopieren.

Auch Kamerabewegungen und Effekte kann man so leicht darstellen. Aus seinen verschiedenen Portfolio Projekten gefallen ERIK Storyboards am besten. Durch sie erlebt man die Szenen eines Films schon im Voraus. „Es muss immer vorwärts gehen und das macht diese Bilder so dynamisch.“ Seine Fähigkeiten im Storyboard zeichnen setzt ERIK unter anderem bei dem Projekt American Showdown ein, bei dem unser Fundstück Julia Mahlke auch mitspielt.

 

Bei Filmen ist ein Storyboard sehr wichtig. So kann man sich schon mal einen kostenlosen Eindruck von der Bildsprache machen, denn außer Stift und Papier (oder Computer) braucht man nichts.

ERIK hat selber auch viele Filmideen, schreibt Drehbücher dazu und zeichnet vorläufige Designs und Szenen. Bei Geschichten faszinieren ihn immer die mit einem übernatürlichen Element. „Filme sind wie Abenteuer, die wir gerne erleben würden. Einfach alles ist möglich. Für mich ist das aber keine „Flucht vor der Realität“ ins Übernatürliche. Ich finde Geschichten einfach nur spannender, wenn dort etwas vorkommt, was man in der wirklichen Welt einfach nicht findet, etwas was man nicht rational erklären kann. Für mich wäre zum Beispiel Indiana Jones nur halb so interessant ohne die fantastischen Elemente.

 

ERIK lebt zwar erst seit einem knappen in Jahr in Berlin, doch er fühlt sich in der Mutterstadt einfach wohl. Für ihn ist Berlin der Mittelpunkt der deutschen Filmszene, nicht zuletzt wegen der reichen Filmgeschichte in Babelsberg und Berlin selbst. Hier finden sich überall Künstler aller Art zusammen und es schwirren auch viele (gut-) verrückte Ideen umher. ERIK ist vor allem sympathisch, dass es hier nicht immer ums Geld geht, sondern um die Idee und das Projekt.

 

ERIK hat noch einen Rat weiterzugeben für alle kreativen Köpfe, die sich bis jetzt vielleicht nicht getraut haben etwas aus ihren Ideen zu machen: „Bringt eure Kunst, eure Geschichten, einfach unter die Leute. Schart Gleichgesinnte um euch. Hört auf die Anmerkungen und Kritik und verbessert eure Werke immer wieder. Habt vor allem keine Angst davor, dass jemand eure Ideen klaut. Niemand kann Deine Idee so umsetzen wie Du Dir das selber vorstellst."

 

ERIK VAN SCHOOR lebt in Bildern. Ein großer Vorteil davon, dass er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat, ist die kontinuierliche Entwicklung seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten. Die Projekte, die er auf Arbeit angeht bringen ihm vieles bei, das er bei seinen privaten Projekten anwenden kann, aber andersherum funktioniert das genauso. Und eben das niemals Stillstehen ist für einen kreativen Ideenmacher unheimlich wichtig. Man wächst von Projekt zu Projekt und wenn es um Projekte geht, hat ERIK noch viel vor. Viel Erfolg dabei!

ERIK'S Homepage

Erik

Comic

 

Concept Art

 

Creature Design

 

Beitrag erschien im Vorgängerblog am 21.05.2015

Autor: Sophie Jüterbock

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