Berlinerin JULIA MARLEN MAHLKE ist Schauspielerin mit Leidenschaft. Doch so sehr man es auch will, leider ist dieser Beruf in der heutigen Zeit oftmals nicht in der Lage alle Sicherheiten zu geben, die man vielleicht gerne hätte. Daher laufen bei JULIA zwischen Schauspiel-Projekten verschiedene Jobs, wie im Callcenter, als Bademeisterin und sie befindet sich gerade in der Ausbildung zur Stand Up Paddling Instruktorin. Doch sie weiß was sie will und wie viel sie bereit ist zu geben. Wichtig für sie ist aber auch ihre Grenzen zu kennen und zu wissen, wann sie nein sagen muss, meint JULIA. Doch ab und zu gehört es auch dazu sich Herausforderungen zu stellen und die kommen manchmal ganz unerwartet. Wie JULIAs Erfahrung am Set von American Showdown, einer Serie von (Kurz-)Filmen, die sich von Hobby-Filmen von Schulfreunden zu ambitionierten Action-Streifen gemausert haben. JULIA erzählt uns mehr…

 

American Showdown, wie kam es dazu, dass Du dabei bist?

Mitte der 90er war ich gerade auf der Schauspielschule und da habe ich Alexander Scheer (Anmerkung: Schauspieler und einer der kreativen Köpfe hinter American Showdown) auf einer Party kennen. Wir haben uns danach öfter mal getroffen und eben auch über Projekte geredet. Ich erzählte ihm, dass ich eigentlich Stuntfrau werden wollte und darauf erzählte er mir dann von der American Showdown Serie, die er mit seinen Freunden unter dem Namen Nine O’Clock Pictures dreht. Es hieß sie suchen nach einer Schauspielerin für einen Kurzfilm und ob ich nicht Lust hätte die eine Woche Dreh mitzumachen. Da dachte ich, ja klar. Die Woche wurde zum ganzen Sommer und ich habe auch etwas die Schauspielschule dafür geschwänzt… Es war super anstrengend, da ich viel über die Kameraarbeit lernen musste und wie es so generell am Set zugeht. Aber das macht American Showdown auch so besonders – es ist anstrengend, besonders auch körperlich, aber die Bildsprache, die von der Kamera eingefangen wird, ist großartig. Natürlich ist es nicht perfekt, aber eben diese Unperfektheit macht es so sympathisch.

 

Wie ist ein (un-)typischer Tag für Dich? Sicher ist jeder Tag etwas anders?

Ja, schon. Und manchmal sehne ich mich auch nach einem richtigen „Alltag“, aber man arrangiert sich natürlich mit dem sich wandelnden Alltag. Man muss sich jeden Tag neu erfinden. Aber es gibt schon so einen typischen Tag. Ich stehe morgens auf und mache Körperstimmtraining oder arbeite am Rechner. Gegen Mittag gehe ich ins Callcenter und dort bleibe ich bis abends. Danach mache ich Sport, wie Taekwondo oder Tanzen. Und dann lasse ich den Abend ausklingen, entweder bei einer Veranstaltung oder zu Hause.

 

Was ist neben Schauspielerei noch wichtig in Deinem Leben?

Schauspielerei ist auch wichtig, wenn ich gerade nicht spiele, also halte ich mich fit zwischen Projekten. Das mache ich mit Taekwondo, Tanztraining und auch Tischtennis. Meine Nebenjobs versuche ich auch danach auszuwählen, dass Sie im ganz weiten Sinne mit Schauspielerei zu tun haben. Mein Job im Callcenter hält mein Sprechwerkzeug in Gang und als Bademeisterin und in Ausbildung befindende Stand Up Paddling Lehrerin steht wieder der Fitness Aspekt im Vordergrund. Ins Theater und Kino gehe ich übrigens auch gerne.

 

Wie ist der Vergleich vom Film zum Theater? Welche Unterscheide gibt es zwischen vor der Kamera und auf der Bühne stehen?

An sich sind es zwei verschiedene Berufe. Persönlich denke ich, dass die Bühne einem schon mehr abverlangt. Die Präsenz ist hier wichtig und man ist körperlich sehr aktiv. Und das jeden Abend. Das macht es aber auch etwas einfacher, da mir diese Wiederholung hilft und ich es gerne mag chronologisch denken zu können. Bei Filmen ist eben das nicht gegeben. Hier hat man als Schauspielerin viel weniger Kontrolle. Man muss dem Regisseur sehr vertrauen, dass er weiß, was er tut und den Film in die richtige Richtung lenkt.

 

Wie passt Schauspielerei ins Jahr 2015?

Viele Projekte macht man kostenlos mit und kann daher nicht davon leben. Natürlich frage ich mich: Werde ich gebraucht? Da heutzutage jeder einfach Filme machen und veröffentlichen kann, ist der Schauspielmarkt eben momentan recht überfüllt. Aber es ist meine Passion, die ich einfach noch nicht aufgeben möchte und kann. Daher bin ich Schauspielerin mit mehreren Standbeinen, was mich flexibel macht. Es ist auf jeden Fall wichtig dran zu bleiben und sich fit zu halten.

 

JULIA MAHLKE freut sich schon riesig auf den bevorstehenden Dreh von American Showdown 8. Das war ihr vielleicht nicht bewusst, aber auf dieses Projekt hat sie seit 1999 doch irgendwie gewartet. Teil 7 war ein verrücktes Erlebnis, aber eben deswegen ist es ihr so wichtig. So ein Projekt läuft ihr nicht jeden Tag über den Weg. American Showdown baut auf Crowdfunding und sammelt auf Startnext vor Drehbeginn, damit alle Ideen auch professionell umgesetzt werden können. Es ist nicht immer leicht, aber JULIA folgt ihrem Traum, wo auch immer er sie hinführen wird. Und auch wenn Schauspielerei als „unsicher“ gilt, welcher Job ist das im Moment nicht? Und JULIA weiß, dass Ihr Job auch Ihre Leidenschaft ist und das ist doch eigentlich das Wichtigste.

 

Unterstützt das "American Showdown" - Projekt auf Startnext

LINKS:

Julia Mahlke auf Facebook

Julia's Webseite

Julia als "Showdown-Girl" in American Showdown 7

Mehr zu AMERICAN SHOWDOWN findet ihr hier: 

Webseite

Crowdfunding auf Startnext

Facebook

 

Beitrag erschien im Vorgängerblog am 13.04.2015

Autor: Sophie Jüterbock

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